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Abbott entscheidet sich für Informatica

Gesund und profitabel durch Datenintegration

Zum einen setzt die Abbott Konzernmutter in Chicago bereits Informatica PowerCenter erfolgreich für das Befüllen des dortigen Data Warehouses ein. Und zum anderen, so Armin Rothe, IT Manager Decision Support & Global Service Solutions EMEA, "... ist Informatica als Marktführer im Bereich Datenintegration bekannt."


Technische Daten

  • SCM System der Diagnostica Linie
  • IBM iSeries (AS/400)
  • Informatica PowerCenter
  • Microsoft SQL Server

Einsatz

  • Beurteilung von Kundenprofitabilität

Unternehmensprofil

Abbott ist Anbieter von Diagnostika, Therapeutika und Krankenhausprodukten. Als global tätiges Unternehmen mit einem breiten Angebot im komplexen Medizin- und Pharma- Umfeld hat das Unternehmen überdurchschnittlich große Datenmengen zu bewältigen. Mit Informatica PowerCenter™ in der Version 6.1 erstellt das Pharmaunternehmen Zweig Diagnostik jetzt eine einheitliche Datenbasis für die Analyse von Profitabilität von Kunden aus allen Abbott-Niederlassungen in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten (EMEA).

Mit der neuen Datenbasis kann das Unternehmen die Datensätze und Informationen rund um den Kunden transparenter machen. Top-Management und Verantwortliche für die Abteilungen Finance, Sales und Marketing haben nun auf Knopfdruck Zugriff auf Informationen, auf die sie bisher bis zu zwei Tage warten mussten.

Gesund und profitabel durch Datenintegration

Software-Hersteller spüren vor allem bei großen Unternehmen und Konzernen das zunehmende Bedürfnis nach neuen Möglichkeiten der Datenintegration. Der Zwang, neue Wettbewerbsvorteile aufzuspüren, Verhalten von Kunden zu analysieren und damit schneller auf dem Markt zu reagieren, wird an die IT-Abteilungen durchgereicht. Denn die Anwender in Unternehmen wollen über die gesamte Prozesskette hinweg schnell an Informationen gelangen. Das bedeutet, dass wirklich alle Informationen aus dem Unternehmen relevant sind, also zum Beispiel auch die Daten aus den Niederlassungen in anderen Ländern. An dieser Stelle entsteht für viele Unternehmen ein großes Problem. Der Wettbewerbsdruck verlangt die Senkung von Reaktionszeiten. Gleichzeitig kämpfen Unternehmen mit sinkenden Budgets und haben oft weniger Personal zur Verfügung. Dazu kommt der ständig steigende Bedarf an Support und Wartung, denn die IT-Infrastruktur entwickelt sich weiter: Datenmengen steigen, neue Software-Versionen, - Module und Updates machen Schnittstellen komplexer und an vielen Ecken entstehen kostenintensive Lösungen. Enorme Komplexität und der damit verbundene hohe Implementierungsund Schulungsaufwand verhindern die effiziente Nutzung der eingesetzten Tools.

Offen und flexibel für zukünftige Data-Warehouse-Strukturen

Vor ähnlichen Herausforderungen stand Abbot EMEA. Das Pharma- und Diagnostik-Unternehmen ist Teil des Weltkonzerns Abbott Laboratories - eines Weltkonzerns mit über 70.000 Mitarbeitern, der in über 130 Ländern der Welt aktiv ist. Das Unternehmen hatte in Europa Workflows und Systeme implementiert, die aus den vorhandenen Daten die nötigen Entscheidungsgrundlagen zusammentragen: Profitabilitätsanalysen wurden bisher in den Finance Abteilungen der einzelnen EMEA Niederlassungen erstellt. Diese dienten dann dem Verkaufsmanagement als Entscheidungsgrundlage. Ein manuell zu bedienendes System stellt das Gerüst für die bisherigen Berichte: Spezielle Datenextrakte füllten Excel-Tabellen.

Aber mit der Zeit reichte das etablierte System nicht mehr aus: Von der Datenabfrage bis zum Ergebnis dauerte es zu lange, um schnell auf dem Markt reagieren zu können. Dazu suchten die Verantwortlichen bei Abbott einen einheitlichen Ansatz für die gesamte EMEA-Region: Die Messung und Darstellung von Kundenprofitabilität sollte übergreifend für alle Niederlassungen der Diagnostika- Linie des Pharmaunternehmens möglich sein. Nur so kann Abbott europaweit z. B. Dateneinheiten von Kunden definierten Kostenfaktoren und Erträgen gegenüberstellen. Es musste also eine Plattform geschaffen werden, über die man auf die gesamte Datenbasis zugreifen kann.

So entschied sich das Unternehmen auf EMEA-Ebene im Jahr 2002 für das Projekt PACE (Profitability Analysis for Customer Entity): Die neue Lösung sollte offen und flexibel für zukünftige Data Warehouse-Strukturen sein. Daher musste eine leistungsfähige Software, die alle relevanten Daten rund um Kunden in ganz EMEA zusammenführt, Kern des Projektes sein.

Das Projekt Pace

Im Rahmen der Pilotphase wurde das Projekt PACE aufgesetzt. Im ersten Halbjahr 2003 erfolgte ein Proof of Concept mit entsprechender Evaluierung der einzelnen Systemkomponenten. Bei der Auswahl der Software, die die Aufgaben rund um das Extracting, Transforming, Loading (ETL) des Data Warehouses übernehmen sollte, hat sich das IT-Team schnell für Informatica entschieden: Zum einen setzt die Abbott Konzernmutter in Chicago bereits Informatica PowerCenter erfolgreich für das Befüllen des dortigen Data Warehouses ein. Und zum anderen, so Armin Rothe, IT Manager Decision Support & Global Service Solutions EMEA, "... ist Informatica als Marktführer im Bereich Datenintegration bekannt."

Verantwortlich für die Implementierung des Projektes ist die zentrale IT-Abteilung in Europa: IT EMEA ist für die Umsetzung von Projekten sowie für den laufenden Betrieb von EDV-Systemen in Europa, Afrika und dem Mittleren Osten verantwortlich. Das Projekt PACE ist im Bereich Decision Support Systems angesiedelt. Diese Abteilung hat bereits in der Vergangenheit ähnliche Projekte erfolgreich durchgeführt. Technisch bedeutet das Projekt PACE für Abbott EMEA allerdings Neuland. Denn die Definition von ETL-Prozessen steht im Gegensatz zum bisherigen Programmieransatz.

Begleitet wurde das Projekt von einer Initialschulung durch Informatica: Drei Abbott Mitarbeiter und drei Mitarbeiter von Objective Partner wurden auf Informatica PowerCenter geschult. Objective Partner aus Weinheim betreut das Projekt als Implementierungspartner. Während des gesamten Projektes stand Informatica für die Qualitätssicherung auf Abruf bereit, um weitere Beratung einbringen zu können.

Gigabyte von Kundendaten

Zuerst wurde ein Operational Data Store (ODS) aufgebaut, in dem die Daten aus den Quellsystemen (noch transaktionsorientiert) zusammenfließen. Aus diesem System mit den nötigen Datenbereichen wurde ein spezifisches Data Mart implementiert, das die erforderlichen Dimensionen und Fakten enthält. Auf Basis dieses Data Mart wurden dann eine Anzahl von Dateien mit den entsprechenden Abfragen für die Analyse der Kundenprofitabilität erstellt und diese im Abbott-Intranet publiziert.

Quellsystem ist das operative SCM System der Diagnostika Linie, das auf einer IBM iSeries (AS/400) läuft - eine Eigenentwicklung der Abbott IT unter Einbindung weiterer zugekaufter Systeme und Module. Informatica PowerCenter greift direkt auf die operativen relationalen Tabellen (OS/400) zu.

Für die Profitabilitätsanalyse extrahiert Abbott eine Reihe von Daten aus den entsprechenden AS/400 basierenden Quellsystemen. Dazu gehören Sales Daten aus dem SCM-System (Basis ist Order/ Invoice/ Delivery), Informationen über Produkt-Kosten aus einem weltweit eingesetzten Finanzsystem sowie Kosten über Kundendienstleistungen aus einem weltweit eingesetzten Kundendienstsystem. Zusätzlich erhält die Datenbasis Geräteplatzierungsdaten und Abschreibungskosten für Abbott-Geräte aus Systemen, die die Instrumente und die zugehörigen Abschreibungen verwalten.

Ebenso werden komplette Dateneinheiten von Kunden sowie Stammdaten zu den Abbottprodukten aus dem Kunden- bzw. Produktstamm eingebunden. Zielsystem für alle Daten ist ein Microsoft SQL-Server auf WIN 2000- Basis. Dieser wurde mit einem Initial Load Volumen von etwa 4 Gigabyte befüllt. Die Verantwortlichen bei Abbott rechnen mit einem Datenvolumen von ca. 1 Gigabyte im Monat. In das Projekt sind zwei Abbott-Mitarbeiter direkt eingebunden. Drei weitere IT-Spezialisten werden von Objective Partner als externe Berater für das Projekt PACE bereitgestellt. Neben dem verantwortlichen IT-Manager vor Ort und dem Projektleiter in EMEA ist der Finance Director der Diagnostika Linie EMEA direkt am Projekt beteiligt.

Schon am Ende der Pilotphase nutzten ca. 25 Mitarbeiter (ein Drittel des Außendienstes) das System. Die Verantwortlichen bei Abbott gehen davon aus, dass sie in den letzten Ausbaustufen ca. 25 Ländereinheiten mit PACE unterstützen können. Das Feedback der bereits involvierten Mitarbeiter ist dabei ausnahmslos positiv.

PACE bedeutet Geschwindigkeit: Die Vorteile des neuen Systems

PACE bietet die Möglichkeit, ohne lange und zeitraubende manuelle Arbeit einer breiten Anzahl von Benutzern die Beurteilung von Kundenprofitabilität zu ermöglichen. Bisher hat die Analyse von einzelnen Kundenentitäten von mehreren Stunden bis hin zu ein bis zwei Tagen gedauert. Mit dem Zugriff auf die relevanten Daten via Informatica PowerCenter sind die erforderlichen Daten nun auf Knopfdruck verfügbar und können zusätzlich einer breiteren Benutzerschicht zugänglich gemacht werden.

Vor allem das Top Management sowie das Management der Abteilungen Finance und Sales profitieren von der neuen Lösung. Der manuelle Prozess, der die Finanzabteilung bisher Zeit und Aufwand gekostet hat, kann durch das Projekt jetzt automatisiert werden.

Die zentrale Software, über die alle Daten bewegt werden, ist Informatica PowerCenter. Das System der Spezialisten aus Kalifornien ist damit Dreh- und Angelpunkt des Projektes. Armin Rothe, IT Manager Decision Support & Global Service Solutions EMEA, sieht in Informatica PowerCenter das ideale Werkzeug für den Aufbau eines European Data Warehouses für die Diagnostika Linie im EMEA Hauptquartier von Abbott in Deutschland.

Als Vorteile zählt der Verantwortliche bei Abbott eine Reihe von Argumenten auf: Intuitive Bedienbarkeit sowie das grafische Interface erlauben eine schnellere Umsetzung von Änderungen am System. Breite Skalierbarkeit und Offenheit an allen möglichen Schnittstellen ermöglichen auch schnelle Erweiterungen des Data Warehouses.

Insgesamt führt die Bedienerfreundlichkeit und die guten Administrationsmöglichkeiten dazu, dass sich die Verantwortlichen und die Endanwender schneller in die ETL Business-Logik einfinden. Das leicht zu bedienende System bietet auch einfache Unterstützungsmöglichkeiten der internen IT-Mitarbeiter durch externe Ressourcen. Zu den bekannten Stärken von Informatica PowerCenter zählt die Funktion der automatischen Dokumentation über die Metadaten (Repository).