Wie frisch sind Ihre Daten?

Rob Karel

Das reine Abrufen von Daten ist nicht gut genug. Sie müssen die Daten zum richtigen Zeitpunkt für die richtigen Personen bereitstellen können, solange die Daten noch frisch genug sind, um sie nutzbringend verwerten zu können.

Daten sind von entscheidender Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens –Daten über Kunden, Daten über Produkte, Umsatzdaten, Daten zu jedem Aspekt des Geschäfts. Daten können Sie verwenden, um besser, schneller und intelligenter zu arbeiten. Der Trick besteht darin herauszufinden, wie Sie die richtigen Daten zeitgerecht für die richtigen Personen bereitstellen. Wenn die Daten nicht frisch sind, verlieren Sie an Wert und Relevanz.

„Wir unternehmen enorme Anstrengungen bei dem Versuch, Daten aus verschiedenen Quellen abzurufen und für bestimmte Personen bereitzustellen. Dabei liegt der Schwerpunkt eher auf dem reinen Abrufen der Daten, dies auch zeitgerecht zu tun, wird aber nicht mit der eigentlich erforderlichen höchsten Priorität behandelt“, meint Kristin Kokie, Vice President für strategische IT-Services für Unternehmen bei Informatica.

„Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wert der Daten und der Zeit. Sie müssen die Daten zum richtigen Zeitpunkt bereitstellen, damit sie rechtzeitig verarbeitet werden können, so dass sie auch eine Wirkung auf das Geschäft entfalten“, gibt sie zu Bedenken.

Datenermüdung

Von all den Gründen, aus denen gute Daten zu schlechten Daten werden können, ist der alterungsbedingte Verlust an Relevanz einer der herausforderndsten und am häufigsten übersehenen Gründe. Die Daten waren zum Zeitpunkt der Erfassung vielleicht noch völlig zutreffend und nützlich, doch im Lauf der Zeit werden sich bestimmte Aspekte aller Voraussicht nach ändern. Dies kann für sämtliche Arten von Daten gelten, etwa für:

  • Kontaktdaten von Kunden: Postanschriften, Telefonnummern und E-Mail-Adressen können sich häufig ändern.
  • Das Alter von Kunden: Das Alter einer Person können Sie nur zuverlässig nachverfolgen, wenn Sie ein Geburtsdatum erfassen.
  • Unternehmensumsätze: Da sich der Gesamtumsatz jedes Jahr ändert, müssen Sie auch das Rechnungslegungsdatum erfassen, damit die Relevanz bestehen bleibt.
  • Die Mitarbeiterzahl eines Unternehmens: Die Anzahl der Mitarbeiter eines Unternehmens fluktuiert, deshalb muss auch hier ein Datum zugeordnet werden.
  • Daten zu Hierarchien/Beziehungen: Durch Veränderungen, z. B. die Einstellung des Verkaufs von Produktpaketen oder die Ausgliederung einer Tochtergesellschaft, werden auch Datenbeziehungen geändert.

Erfordernisse des richtigen Zeitpunkts

Da der richtige Zeitpunkt so wichtig ist, fühlen Sie sich vielleicht gedrängt, alle Daten in Echtzeit bereitzustellen, doch das ist unpraktisch – wenn nicht sogar unmöglich. Legen Sie stattdessen mit Ihren Geschäftspartnern die Erfordernisse des richtigen Zeitpunkts für die einzelnen Datensätze fest, die Sie verwalten, und nehmen Sie diese Zeitpunkte in die Servicelevel-Vereinbarungen (SLA) auf.

„Viele betriebliche Anwender haben den Eindruck, Sie benötigen in Echtzeit übertragene Daten. Doch das ist kostspielig, und im Verhältnis zur Masse benötigt de facto nur ein bezeichnend kleiner Personenkreis Echtzeitdaten“, meint Kristin Kokie. „Zu den Aufgaben des Informationsmanagers gehört es, die Latenzanforderungen zurückzudrängen bzw. infrage zu stellen. Verlangen Sie von Ihren betrieblichen Anwendern, dass sie Ihnen Erfordernisse für den richtigen Zeitpunkt nennen, keine Echtzeit-Erfordernisse.“

Hinterfragen Sie die Vielfältigkeit der geschäftlichen Verwendungsszenarien für die einzelnen Datensätze, um festzustellen, wie die Erfordernisse des richtigen Zeitpunkts aussehen. Fragen Sie, wie die Erfordernisse für Latenz und Frische aussehen, weil sich diese direkt auf die Wahrnehmung der Qualität der Daten auswirken. Die Daten mögen zwar exakt sein, doch wenn Sie sie nicht schnell genug und nicht frisch genug bereitstellen, dann ist das die reine Zeitverschwendung.

Es sind viele Möglichkeiten verfügbar, wie Sie diesen Herausforderungen begegnen können. Sehen Sie sich diese Kurzpräsentation an, um mehr darüber zu erfahren.

Zu den Aufgaben des Informationsmanagers gehört es, die Latenzanforderungen zurückzudrängen bzw. infrage zu stellen. Verlangen Sie von Ihren betrieblichen Anwendern, dass sie Ihnen Erfordernisse für den richtigen Zeitpunkt nennen, keine Echtzeit-Erfordernisse.“ – Kristin Kokie, Vice President für strategische IT-Services für Unternehmen bei Informatica