Jüngere Generationen erwarten die stets verfügbaren Vorteile mobiler Technologie, aber andere Mitarbeiter sehen das möglicherweise anders. Es ist Sache des CIO, diese Kluft zu überbrücken.
Mit jüngeren Mitarbeitern und deren besonderem Verlangen nach Mobilität wandeln sich Arbeitskulturen schnell. Die jüngere Generation von Mitarbeitern, die mit der digitalen Welt aufgewachsen sind, erwarten – und bevorzugen sogar – mobile Geräte mit Funktionen, die stets verfügbar sind und das Arbeiten von jedem Ort aus ermöglichen. Aber einige Kollegen fühlen sich möglicherweise mit herkömmlichen Arbeitsweisen wohler. Beide Ansätze sind gut für das Unternehmen. Als CIO ist es Ihr Ziel, das Potenzial beider Mitarbeitertypen zu maximieren.
Die Diskrepanz zwischen Mitarbeitern, die eine „stets verfügbar“-Mentalität befürworten, und denjenigen, die das nicht tun, mag unüberwindbar scheinen. Es ist Aufgabe des CIO – der zu Teilen Verkäufer, Beziehungsschaffender und Kulturdiplomat ist – ein harmonisches Arbeitsumfeld zu schaffen.
„Viele Dinge und das 'Netzwerk der Dinge', das von der IT-Abteilung verwaltet werden muss, sind gerade durch mobile Geräte einem schnellen Wandel unterworfen. Aber die größere Frage ist nicht die nach den Auswirkungen auf die IT, sondern auf die Mitarbeiter selbst“, sagt Tony Young, CIO bei Informatica. „Mobile Geräte haben unser Berufsleben auf vielerlei Weise verschlechtert, da wir jetzt jeden Tag, zu jeder Uhrzeit und an jedem Ort arbeiten. Wir leben in einer ständig vernetzten Welt“, fährt er fort.
BYOD – aber nur, wenn Sie möchten?
„Hierbei handelt es sich um ein sehr kompliziertes Thema. Wie können Sie die BYOD-Devise (private Geräte für die Arbeit zulassen) zum Vorteil für Ihr Unternehmen nutzen? Sie müssen die Kultur respektieren und verstehen, was von Ihrem Unternehmen verlangt wird“, warnt Young. „Agiert Ihr Unternehmen global oder lokal? Gibt es eine Kluft zwischen den Generationen? Wird Ihre Branche reguliert? Es gibt komplizierte Probleme, die Sie angehen müssen.“
CIOs sollten es zudem vermeiden, das gesamte Unternehmen aus ihrer persönlichen Sicht zu sehen und Entscheidungen auf der Grundlage der eigenen bevorzugten Arbeitsweisen zu treffen. Sie müssen das Unternehmen als Ganzes sehen, einschließlich folgender Faktoren:
- Wie wächst das Unternehmen?
- Wer wird angestellt?
- Wie skalierbar ist die Technologie-Infrastruktur?
- Wie können Risiken der Nutzung privater Geräte für die Arbeit und der Wunsch der Mitarbeiter in Einklang gebracht werden?
- Wie wird sich BYOD auf die Arbeitskultur auswirken?
Arbeit und Privatleben miteinander verbinden, anstatt einen Ausgleich zu schaffen
Die Herausforderung für CIOs besteht darin, dass es keine klare Antwort gibt: Sie werden kein technologisches Patentrezept finden, um jedem Mitarbeiter die von ihm bevorzugte Arbeitsweise zu ermöglichen. Aber ein guter erster Schritt zur Schaffung der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist die Weiterentwicklung der eigenen Denkweise. Reden Sie nicht vom „Ausgleich zwischen Arbeits- und Privatleben“, sondern vielmehr von deren Verbindung.
Stellen Sie Technologie bereit, mit der Mitarbeiter ihr Berufsleben mit dem Privatleben zusammenbringen können. „Es gibt keine Antwort, die es jedem recht macht“, warnt Young. „Sie müssen entscheiden, welches Auswahlspektrum für Ihre Mitarbeiter und für das Unternehmen sinnvoll ist, und es den Mitarbeitern ermöglichen, innerhalb dieses Spektrums ihren Platz zu finden.“
Unabhängig davon, wie weit BYOD bereits in Ihrem Unternehmen eingeführt ist, liegt das fundamentale Problem darin, wie Sie es schaffen, dass die Mitarbeiter bei der Arbeit beste Ergebnisse erzielen. Der erfolgreiche CIO findet heraus, wie er das Unternehmen vor zu viel Risiko schützt und gleichzeitig ein Umfeld schafft, das die besten und talentiertesten Menschen anzieht. Schaffen Sie das nicht, werden die besten und talentiertesten Mitarbeiter zu Ihrer Konkurrenz gehen.
Lesen Sie den Blog-Beitrag von Tony Young „How Do You Enable Mobility in the Enterprise?“ (Wie ermöglichen Sie Mobilität im Unternehmen), um mehr über seine Sicht auf den BYOD-Trend zu erfahren.
„Wie können Sie die BYOD-Devise (private Geräte für die Arbeit zulassen) zum Vorteil für Ihr Unternehmen nutzen? Sie müssen die Kultur respektieren und verstehen, was von Ihrem Unternehmen verlangt wird.“ – Tony Young, CIO bei Informatica.