Aventis
Aventis konsolidiert unternehmensrelevante Daten
"Wir haben eine Vielzahl von Systemen im Einsatz. Es war alles vertreten von SAP R/3 bis Excel. Die Herausforderung lag darin, für eine exakte Analyse und Planung im Pharma-Marketing unternehmensinterne wie externe Datenquellen in einem neu einzuführenden operativen und analytischen CRM-System zu konsolidieren, für die unterschiedlichen Zielgruppen aufzubereiten und über ein Portal bereitzustellen."
— Jörg Bohlender, IS-Projektleiter bei Aventis in Bad Soden bei Frankfurt.
Herausforderung: Unternehmenskritischere Anforderungen an das bestehende Berichtswesen wie auch die Vorgabe einer exakten Analyse und Planung in Marketing und Vertrieb bei Aventis Pharma machten eine Konsolidierung von unternehmensinternen wie externen Datenquellen notwendig.
Informatica Lösung:
Architektur:
- Datenintegration und -migration: Informatica PowerCenter
- Datenbank: Oracle 9.2 / HP-UX 11i
- Scheduling: UC4
- Datenquellen: Interne (SAP, Siebel) und externe Datenquellen (IMS Health)
- Front End: Cognos PowerPlay / ReportNet
Ergebnis:
- Integrierte Plattform für unternehmensweite Informationen, die Daten aus einer Vielzahl von internen und externen Anwendungen zusammenführt, und für das unternehmenskritische Berichtswesen bereitstellt.
- Zielorientierte Analyse und Planung für Marketing und Vertrieb
Aventis mit Hauptsitz in Straßburg erforscht und entwickelt innovative, verschreibungspfl ichtige Medikamente und Impfstoffe zur Behandlung und Prävention von ernsten Erkrankungen. Das Unternehmen, das weltweit etwa 69.000 Mitarbeiter beschäftigt, erzielte im Jahr 2003 in seinem Kerngeschäft einen Umsatz von rund 16,8 Milliarden Euro. Zur Optimierung in den Bereichen Marketing und Vertrieb setzt das Unternehmen eine durchgängige CRM-Umgebung ein. Die Schlüsselfunktion bei der Datenintegration vertriebsrelevanter Daten übernimmt die Integrationsplattform PowerCenter von Informatica. Die Entscheidung fi el im Jahre 2002: Vertrieb und Marketing bei Aventis sollten durch eine Konsolidierung der Daten- und Applikationslandschaft mit unternehmenseinheitlichen Kennzahlen versorgt werden, wobei allen Beteiligten klar war, das dies nur mit Hilfe modernster Software-Technologie möglich sein würde. Allein in Deutschland galt es, über 1.300 Mitarbeiter im Innen- und Außendienst die notwendigen Informationen zum richtigen Zeitpunkt bereitzustellen.
Positionsbestimmung und Zieldefinition vor Projektstart
Man startete mit einem gehörigen Zeitdruck, denn bereits im April 2003 sollte das Release 1 in Betrieb gehen. Dennoch nahm man sich Zeit für eine klare Positionsbestimmung und eine exakte Zieldefinition. Die Anwender sollten mit allen für die tägliche Arbeit notwendigen und vor allem aktuellen Informationen versorgt werden. Nicht zuletzt sollte das Gesamtsystem Analysen und Berichte für Management, Marketing und Controlling liefern.
"Zusammengefasst könnte man sagen", so Bohlender, "streben wir eine qualitativ hochwertigere Sicht auf die für Marketing und Vertrieb relevanten Unternehmensdaten an".
Entscheidung für Best-of-Breed-Ansatz
Die Auswahl der erforderlichen Software- Werkzeuge erfolgte mit einem globalen Ansatz. "Zunächst stand eigentlich nur das Datenbank- System fest", sagt Ljubetic. "Bei Aventis war Oracle als Standard bereits gesetzt." Für die anderen Hauptkomponenten - wie das operative CRM-System, Integrationsplattform und BI-Frontend (Business Intelligence) - wurden unter Federführung von IBM Business Consulting die üblichen Prozeduren der Evaluierung durchgeführt. Funktionalitäts- Checks, Validierung, Preis-/Leistungsverhältnis und die Bewertung von Referenzen spielten dabei die größte Rolle. "Wir wollten Bestof- breed beziehungsweise den Leader des jeweiligen Marktsegments", so Bohlender. "Schließlich war das ein Projekt, mit dem wir den Grundstein für den zukünftigen Erfolg unserer Firma legen wollten."
Für das operative CRM-System wählte man zuvor den Anbieter Siebel, der mit seinem Branchenpaket ePharma den Anforderungen von Aventis bereits weit entgegenkam. Als Frontend-Analyse-Tool kam Cognos zum Zuge. Nun fehlte auf dem Weg von der Datenquelle bis hin zur gewünschten Bildschirmausgabe noch die wichtigste Brücke: die Datenintegration. "Bei der Auswahl des Integrationswerkzeugs stützten wir uns auf technische, betriebswirtschaftliche und Budget-Kriterien. Nur so gelang es uns, eine innovative und zuverlässige Integrationslösung auszuwählen und zu implementieren, die Datenqualität zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten für das Datenmanagement erheblich zu reduzieren", so Ljubetic. "Besonders in Anbetracht der Komplexität der Transformationsprozesse und Unterschiedlichkeit der Datenquellen wollten wir absolut sicher gehen, die beste auf dem Markt verfügbare Lösung einzusetzen".
Integration bei voller Transparenz
Als zentrales Glied der Informationskette wurde die Integrationsplattform PowerCenter von Informatica ausgewählt. Ausschlaggebend waren Faktoren wie Skalierbarkeit und Flexibilität, Prozesse in Form von standardisierten Geschäftsregeln und ausgefeilten Funktionen abzubilden. "Eine optimierte Datenintegrations-Architektur ist der Schlüssel zu einer effi zienten und fl exiblen Gesamtarchitektur", sagt Bohlender. "Uns ging es darum, eine Systemlandschaft aufzubauen, die Prozesse nahtlos und stabil miteinander verzahnt. Gleichzeitig sollte dabei die Transparenz nicht verloren gehen." Damit spricht Bohlender ein wichtiges Problem von schwer überschaubaren IT-Umgebungen an. Wenn der Vorstand mit Hilfe von Zahlenmaterial eine anstehende Entscheidung diskutiert: Weiß dann noch jemand, wie sich diese Zahlen, die aus mehreren Quellen zusammengeführt wurden, herleiten lassen? Wie ist das Ergebnis entstanden, auf dem ein vielleicht unternehmensentscheidender Beschluss beruht? Informatica PowerCenter verfügt über ein ergänzendes und leistungsfähiges Metadaten- Management. Über alle Objekte, die sich in dem Metadaten-Repository befi nden, lassen sich Reports von beliebiger Granularitäterstellen.
Mit dem im Juni 2004 aktivierten Release 3 setzte das Team um Bohlender und Ljubetic auch in Sachen Integrationsarchitektur neue Maßstäbe. "Was wir heute vorweisen können, ist beachtlich. Wir können heute MOLAPAnalysen und Berichte auf den nun unternehmenseinheitlichen Datenbestand durchführen, womit wir die Grundlagen für ein hocheffi zientes Reporting im Bereich unternehmensrelevanter Kennzahlen geschaffen haben. Mit dem Einsatz eines zentralen Scheduling und Monitoringsystems haben wir eine Brücke zwischen den Teilbereichen geschaffen, welche vor allem für die Automatisierung von erheblichem Vorteil ist." Die aktuelle Architektur stellt sich stark vereinfacht so dar: Informatica PowerCenter verknüpft und harmonisiert die unterschiedlichen internen und externen Daten auf eine einheitliche Struktur- und Betrachtungsebene. In für die Auswertung optimierten Subsets - sogenannten Data Marts - werden die Informationen den Anwendern über ein Portal zu Auswertungszwecken zur Verfügung gestellt. Alle diese Prozesse lassen sich bei voller Transparenz über das Mapping verfolgen. Ljubetic: "Bei über 1.000 implementierten Mappings, welche die anspruchsvolle Geschäftslogik abbilden, scheint ein Upgrade auf die aktuelle PowerCenter-Version 7.1 sinnvoll. Dort stehen uns noch leistungsfähigere Werkzeuge zur Analyse der Metadaten zur Verfügung."
Viele Ziele sind innerhalb der vorgegebenen Zeit erreicht worden. Doch die Planung geht weiter. Mit der geplanten Umstellung auf Version 7.1 von Informatica PowerCenter, wird zugleich angestrebt, die Plattform zu wechseln. "Das bislang genutzte Windows 2000 ist zwar günstiger als HP-UX, aber mit zunehmender Größe des Gesamtsystems unübersichtlich und nicht stabil genug", sagt Bohlender. "Daher streben wir an, PowerCenter bei unserem IT-Dienstleister Triaton unter HP-UX zu hosten." Dann sollen die derzeitigen Ladezyklen weiter verkürzt werden, um den Ansprüchen der Anwender nach immer aktuelleren Informationen gerecht zu werden. Und schließlich wird die Stärkung einer Self- Service-Architektur angestrebt. Entsprechend berechtigte Mitarbeiter nutzen den Zugang zu Metadaten-Informationsrecherche. Bohlender sieht positiv in die Zukunft und resümiert: "Es ging darum, die Trennung zwischen Business und IT aufzuheben und die komplexen Arbeitsabläufe optimal zu unterstützen. Die Gesamtlösung ist ein Beitrag dazu und ein enormer Schub nach vorne."
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