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Bank Julius Bär – Privatkundengeschäft im Griff mit Informatica

"Wir folgen den wichtigen Marktführern bei Industriestandards und reduzieren so das Technologierisiko bei der Umsetzung von IT-Projekten. Im Bereich Datenintegration setzen wir diese Philosophie erfolgreich mit Informatica um."

– Thomas Jarkovich, Teamleiter Data Integration & Warehousing, Bank Julius Bär & Co. AG., Zürich


Herausforderung:
Die Bank Julius Bär ist auf eine effiziente Belieferung ihres Data Warehouse aus den unterschiedlichen Quellsystemen angewiesen. Eine weitere Herausforderung stellt die Datenintegration beim neuen Kernbankensystem Avaloq dar.

Benefit:
Informatica PowerCenter ist strategische Basis für die Belieferung des Data Warehouse und stellt sicher, dass monatlich mehr als 27.000 Workflows problemlos ablaufen. Darüber hinaus garantiert die Datenintegrationsplattform auch bei Erweiterungen und der anstehenden Migration des Kernbankensystems eine sichere Datenversorgung und eine hohe Datenqualität.

Informatica Lösung:

  • PowerCenter

Industriezweig:

  • Bankindustrie

In der Finanzbranche spielt das Thema Datenintegration seit jeher eine wichtige Rolle. Schnelle Verfügbarkeit, Data Warehousing mit umfangreichen Analysen, Adhoc-Reporting sowie neue Finanzprodukte und gesetzliche Regelungen stellen hohe Anforderungen an die eingesetzte IT-Infrastruktur. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die enormen Datenmengen dar, die von den unterschiedlichsten Anwendungen in meist inkompatiblen Formaten geliefert werden. Insbesondere Unternehmen wie die führende Schweizer Privatbank Julius Bär sind daher ständig auf der Suche nach optimalen Lösungen, um informationshungrige Anwendungen und Mitarbeiter effizient und schnell mit den notwendigen Daten zu versorgen. Im Jahr 2000 begann man vor diesem Hintergrund in Zürich mit dem Aufbau einer Data Warehouse-Infrastruktur. Wesentlicher Zweck war und ist, komplexe Informationsflüsse zu entkoppeln und diese zuverlässiger sowie effizienter zu gestalten. Von Beginn an standen dabei produktiver Nutzen und Lösungen für den Endbenutzer im Vordergrund.

Einsatz von marktführenden Produkten und Technologien

Bei allen IT-Projekten verfolgt die Bank Julius Bär eine einfache Philosophie: zum Einsatz kommen marktführende Produkte und Technologien, um optimale Ergebnisse bei effizientem Ressourceneinsatz sicherzustellen. Für die Themen Datenintegration und ETL hat die Bank sich von Anfang an auf den Marktführer Informatica und sein Produkt PowerCenter verlassen. Mit Erfolg, denn die einfache Handhabung und breite Funktionalität stellen heute sicher, dass monatlich mehr als 27.000 Workflows problemlos ablaufen. Auch bei der anstehenden Migration des Kernbankensystems wird PowerCenter Daten aus den unterschiedlichsten Systemen rechtzeitig und im richtigen Format zur Verfügung stellen und damit den geplan-ten Umstieg von der eigenentwickelten, Host basierenden Software auf die Schweizer Bankenlösung Avaloq erheblich erleichtern.

„Integration Layer“ – Drehscheibe für alle Daten

Bislang ist bei Julius Bär ein über viele Jahre gewachsenes Kernbankensystem im Einsatz, das auf einem IBM Mainframe unter z/OS läuft. Hinzu kommen eine Reihe dezentraler Anwendungen vor allem unter Sun Solaris und Windows. In einer derart komplexen IT-Landschaft ist die Kommunikation der auf verschiedenen internen und externen Plattformen bzw. Servern liegenden Anwendungen untereinander von strategischer Bedeutung. Seit 1996 wird die notwendige Applikationsintegration über die Eigenentwicklung BCOM (die Abkürzung steht für "Bär Communication") auf der Basis von Websphere MQ realisiert. Bei nahezu allen Anwendungen innerhalb der Bank spielen Daten eine eminent wichtige Rolle. Um den maximalen Nutzen aus allen anfallenden Daten ziehen zu können, begann das Unternehmen im Jahr 2000 unter der Federführung von Thomas Jarkovich, Teamleiter Data Integration & Warehousing, mit dem Aufbau eines Data Warehouse. Heute arbeiten rund 20 Personen mit PowerCenter. Vom Rechenzentrum in Zürich, in dem die gesamte Installation läuft, stellen die IT-Spezialisten den weltweiten Mitarbeitern von Julius Bär die benötigten Dienste zur Verfügung. Technisch wie auch organisatorisch wird die gesamte Infrastruktur intern unter dem Begriff "Integration Layer" zusammengefasst.

Anhand von zwei Beispielen wird deutlich, an welchen Stellen Datenintegration zum Einsatz kommt. Eine typische Anwendung ist die in Luxemburg ansässige Anlagefonds Buchhaltung, wo Daten für verschiedene Applikationen über die zentrale Integrationsplattform aufbereitet werden. Hier beziehen die Mitarbeiter Informationen über Transaktionen, Stammdaten sowie alle verfügbaren Angaben über die verwalteten Positionen. Alle diese Daten liegen in unterschiedlichen Formaten auf diversen Plattformen und werden einmal auf der Integrationsplattform zusammengezogen. "Unsere Mitarbeiter brauchen nicht zu wissen, woher diese Daten stammen", so Jarkovich. "Wir versorgen sie mit den benötigten Informationen und müssen uns dank Informatica nach der Einrichtung der Integrationsprozesse und -mappings um das ursprünglich vom Provider angelieferte Format gar nicht mehr kümmern." Ein anderes Beispiel ist der teilweise ausgelagerte Bereich des Risikomanagements, in dem ein externes Unternehmen im Outsourcing die erforderlichen, komplexen Berechnungen für die Bank vornimmt. Tagesaktuell müssen hier alle notwendigen Daten von den verschiedenen Quellsystemen extrahiert, danach transformiert und schließlich an den externen Partner übergeben werden, damit die Bank ihr tägliches Finanzrisiko im Griff hat. In diesem Fall werden auch Daten jenseits der Unternehmens-Firewall in die Integration einbezogen, ohne das das Sicherheitsniveau in der Bank sinkt.

Bei diesen und ähnlich gelagerten Projekten sorgt die PowerCenter-Plattform von Informatica neben Websphere MQ mit dem Message Broker als unternehmensweiter Standard für Datenintegration für die reibungslose Kommunikation der Applikationen untereinander und für die Bewirtschaftung des Data Warehouse. Insgesamt greifen weltweit rund 300 Bankmitarbeiter aus verschiedenen Bereichen auf von PowerCenter aufbereitete Daten zu. "Da wir generell die Philosophie ‚Kaufen statt Bauen' verfolgen und jede neue Anwendung auf Daten angewiesen ist, benötigten wir für die globale Datenintegration eine zuverlässige Plattform", erklärt Jarkovich. "Für PowerCenter haben wir uns entschieden, da Informatica mittlerweile beim Thema Datenintegration ein defacto Standard ist." Neben dem positiven Feedback aus der Bankenbranche und der umfassenden Funktionalität sprach vor allem auch die einfache Handhabung für PowerCenter. "Wer in der EDV zu Hause ist, kann das Werkzeug bereits nach einer Woche sehr gut bedienen", so Jarkovich.

Wachsende Komplexität meistern

Bei allen Anwendungen ist der zugrunde liegende Datenfluss meist sehr komplex und setzt ein nahtloses Zusammenspiel der verwendeten Technologien voraus. Als Datenquelle für das Data Warehouse fungieren so genannte Online Transaction Processing-Systeme. Benutzer können hier über entsprechende Anwendungen in Echtzeit Änderungen an der Datenbasis durchführen. Bei der Bank Julius Bär besteht diese Basis aus einem Mainframe mit IDMS, dazu Flatfiles sowie dezentrale Anwendungen mit Oracle- und MS-SQL-Datenbanken. Darüber hinaus müssen auch externe Daten, etwa aus dem Fond-Buchhaltungssystem in das Data Warehouse integriert werden. Aktuell müssen rund 30 Data Mart- oder Datafeed-Anwendungen sowie 35 BCOM-Anwendungen mit Daten versorgt werden, damit die mehr als 80 Data Mart- und rund 250 BCOM-Anwender arbeiten können. Insgesamt werden pro Jahr weit über 1,2 Millionen interne Meldungen verarbeitet und täglich laufen mehr als 2.500 Workflows ab. Hinzu kommen Adhoc-Abfragen, die von einem zwei Mann starken Spezialteam abgearbeitet werden.

Informatica hat in diesem komplexen Umfeld laut Jarkovich eine zentrale Bedeutung: "PowerCenter, das wir auf einem Sun Server implementiert haben, ist bei all dem so etwas wie die zentrale Datendrehscheibe, die dafür sorgt, dass die verschiedenen Anwendungen jeweils mit den notwendigen Daten im richtigen Format versorgt werden." Die Investition in das Thema Datenintegration ist gut angelegtes Geld, denn das Erreichen und Bewahren einer hohen Datenqualität steht bei allen Anstrengungen im Vordergrund. In dem Modell von Julius Bär ist das Data Warehouse manchmal der einzige Ort, an dem die notwendigen Informationen zur Überprüfung der Datenqualität vorliegen. Die vorgelagerten operativen Applikationen sind auf die Geschäftsprozesse fokussiert, die nachgelagerten Analyseanwendungen hingegen auf analytische Fragestellungen. Aber die detaillierten Daten für eine mehrstufige Abstimmung sind nur im Data Warehouse vorhanden und bilden zugleich die Datenbasis für die einzelnen Data Marts der Bank. Diese beinhalten ausschließlich Informationen für einen einheitlichen Benutzerkreis mit einer eingeschränkten Sicht, also für Abteilungen oder Bereiche der Bank. Auf diesen Ebenen können dann auch Aggregationen erfolgen und sensible Kundendaten lassen sich hier anonymisieren. In einem so genannten "Reconciliation Model" können am Ende die notwendigen Transaktionen aus dem Finanzbuchungssystem, operative Transaktionen und die für die Data Marts aufbereiteten Daten zusammengeführt werden. Das Team um Jarkovich stellt dazu einen OLAP-Cube bereit. Für Reporting und OLAP kommen die Werkzeuge Cognos ReportNet sowie PowerPlay zum Einsatz. Die Datawarehouse Modellierung geschieht mit IBMs Rational XDE. Im Bereich EAI setzt man auf Websphere MQ und den Message Broker von IBM.

PowerCenter erleichtert Migration auf Avaloq

Als Privatbank ist es für ein Unternehmen wie Julius Bär extrem wichtig, sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren zu können. Anwendungsentwicklung gehört nicht dazu, hier geht man stattdessen den Weg der Standardisierung. "Wir folgen den wichtigen Marktführern bei Industriestandards und reduzieren so das Technologierisiko bei der Umsetzung von IT-Projekten", umreißt Thomas Jarkovich die Strategie der Bank in diesem Bereich. Wer alles selbst entwickelt kennt zwar jeden Handshake und jedes Protokoll bis auf die Ebene der Bits & Bytes - aber es gibt eben auch für jeden Bereich wie Kundenverwaltung, Depot-Buchhaltung oder Brokering eigene Anwendungen, die historisch gewachsen sind und hinter denen eigene Philosophien stecken. Im Normalfall schlägt sich das auch in den Datenstrukturen nieder und erfordert die Programmierung einer Vielzahl von Schnittstellen. Mit der zunehmenden Heterogenität der IT-Landschaft überfordert diese Vorgehensweise aber die IT-Abteilungen mehr und mehr. PowerCenter hat die wichtigsten Schnittstellen quasi an Bord und macht langwieriges und fehlerträchtiges Handcoding überflüssig. So können sich die IT-Mitarbeiter auf Projekte konzentrieren, die Mehrwert bieten, etwa den Umstieg auf neue, innovative Systeme.

Julius Bär wird in den nächsten zwei Jahren das bestehende Kernbanksystem durch eine externe Anwendung ablösen. Dabei fiel die Wahl auf das Avaloq Banking System, das sich bereits bei anderen Banken bewährt hat und mit zahlreichen Empfehlungen aus der Branche bei Julius Bär punkten konnte. Avaloq ist ein modular konzipiertes System, welches sämtliche Werkzeuge zur individuellen Realisierung aktueller und zukünftiger Marktleistungen im Private Banking, Asset Management, Retail Banking oder Commercial Banking liefert. Durch mächtige Funktionen in Bezug auf Datenauswertungen und Schnittstellen- Handling wird Avaloq die Arbeit der IT extrem vereinfachen. Auch die Anzahl der Daten liefernden Anwendungen wird durch den Umstieg reduziert werden. Heute existieren etwa 40 unterschiedliche Anwendungen, deren Daten integriert werden müssen. Davon laufen mehr als 25 auf dem Mainframe, die sich mit Avaloq auf eine einzige reduzieren lassen. Bei der anstehenden Migration vom IBM Mainframe auf Avaloq unter Unix wird PowerCenter für die Migration und anschließende homogene Anbindung der anfallenden Daten sorgen. Da man neben der Hauptinstallation bei Julius Bär auch eine eigene Testumgebung betreibt, sieht man dem Migrationsprojekt relativ gelassen entgegen.

Zukunftssicher mit Informatica

"Im Bankenumfeld ist unheimlich viel Bewegung - man erreicht speziell in der IT-Infrastruktur niemals einen Punkt, an dem man fertig ist", resümiert Jarkovich. Diese Bewegung wird in den verschiedensten Bereichen verursacht. Auf der einen Seite stehen bankfachliche Entwicklungen durch neue Produkte und Services und natürlich regulatorische Anforderungen, die allesamt abgedeckt werden müssen. Auf der anderen Seite stehen technische Innovationen, die zur Folge haben, dass neue Technologien kommen und alte ausgetauscht werden müssen. Um so wichtiger ist daher eine Plattform, mit der man offen für neue Entwicklungen und Anpassungen ist und die hilft, schnell und unkompliziert die Daten zwischen den entsprechenden Welten zur Verfügung zu stellen.

Die meisten Anwendungen und Daten werden auch in Zukunft in der Bank verbleiben. Einige Teilapplikationen jedoch sollen in Outsourcing-Projekten an externe Partner ausgelagert werden. Datenintegration spielt in diesem Konzept eine herausragende Rolle. Mit Informatica hat Thomas Jarkovich dazu die notwendige Technologie bereits parat: "Mit PowerCenter haben wir erfolgreich die Plattform zur Realisierung unserer globalen Datenintegrationsprojekte geschaffen. Beim Thema Datenintegration werden wir daher auch in Zukunft auf Informatica setzen."