Zuordnung von Lizenzgebühren und Zahlungen zu den entsprechenden Einzelpersonen oder Unternehmen
Geschäfte mit Barzahlung sind aus der Mode gekommen. Durch die Globalisierung und den Siegeszug des E-Commerce ist es erheblich komplizierter geworden zu ermitteln, wer welchen Betrag zu erhalten hat. Bei vielen Organisationen kann dieser Umstand große Probleme verursachen. Ineffizienz und Fehler beim Verarbeiten von Zahlungen und Forderungen können die Kosten erhöhen und den Cashflow einschränken, da manuelle Eingriffe und Ausnahmeregelungen erforderlich werden. Umgekehrt können sich aber auch Verbesserungen bei der Zahlungsüberprüfung direkt auf das Geschäftsergebnis niederschlagen.
Die Herausforderung besteht im Umgang mit Identitätsdaten, also den Informationen, die einen Kunden oder Lieferanten – gleich ob Einzelperson oder Unternehmen – genau identifizieren. Naturgemäß kommen bei Identitätsdaten oft Fehler oder Variationen vor. Ein einfaches Beispiel hierfür ist das Abkürzen oder Zusammenziehen von Firmennamen wie bei „FedEx“ für „Federal Express“. Durch die Erweiterung der Kanäle und mehr verfügbare Daten aus zusätzlichen Quellen erhält das Problem viele Facetten und Ausprägungen.
Das vielleicht beste Beispiel dafür ist die Musikbranche: Komponisten, Texter, Interpreten sowie Produzenten haben Anspruch auf Lizenzgebühren – nicht nur dann, wenn ein Titel per Internet heruntergeladen oder auf einer CD veröffentlicht wird, sondern auch dann, wenn das Stück zur musikalischen Untermalung eines Films dient oder wenn es im Radio gespielt oder live dargeboten wird.
Damit das System funktioniert, müssen Wiedergabelisten mit Datenbanken abgeglichen werden, die Informationen zu Lizenzgebühren enthalten. Die Herausforderung besteht zum Teil in der schieren Menge an abzugleichenden Daten – es geht um Tausende Songtitel, Interpreten und Songschreiber. Noch schwieriger wird das Verfahren durch Variationen bei der quasi nebenbei ablaufenden Datenerfassung aus den zahlreichen verschiedenen Quellen: Titel von Musikstücken werden dabei oft abgekürzt oder ungewöhnlich geschrieben, etwa mit „luvin“ statt „loving“. Texter, die Mitglieder einer Gruppe sind, werden manchmal einzeln und manchmal unter dem Namen der Gruppe aufgeführt. Angaben zu Aufführungen können ähnlich verändert vorkommen.
Herausgeber von Zeitschriften stehen bei der Verwaltung von Abonnements vor vergleichbaren Herausforderungen: Eine Bibliothek kann beispielsweise mehrere Abonnements erwerben, wenn verschiedene Zweigstellen die Magazine erhalten sollen. Ein Unternehmen schließt womöglich Abonnements ab, die dann an Niederlassungen im Ausland versandt werden müssen.
Da die Identitätsbestimmungslösung von Informatica für die Überprüfung von Lizenzgebühren und Zahlungen für spezifische Anforderungen konfiguriert werden kann, eignet sich die Software ideal für den Einsatz mit Systemen zur Überprüfung von Zahlungen oder Forderungen. Das Programm arbeitet ähnlich wie ein Benutzer, der über Expertenkenntnisse verfügt: Es erkennt und sortiert Übereinstimmungen trotz Fehlern und Variationen. Dennoch ist durch Skalierung selbst beim Umgang mit sehr großen Datenbanken für Reaktionszeiten unterhalb einer Sekunde gesorgt. Diese Lösung ermöglicht Folgendes:
- Durchführung schneller, genauer Suchvorgänge über mehrere Datenquellen hinweg
- Steigerung der Effizienz und Reduzierung der Kosten
- Einsatz im Rahmen bestehender Geschäftsabläufe bzw. vorhandener Systeme