Von der Transaktion zur Interaktion

Big Data hat nicht nur mit der Menge von Daten zu tun. Bei Big Data geht es auch um neue Arten und Quellen von Daten, die für neue Erkenntnisse und geschäftliche Vorteile verwendet werden können.

Seit Jahren verwaltet die IT Transaktionsdaten, die sich in relationalen Datenbanken befinden. Während die Dimension und Komplexität dieser Datenverwaltung angewachsen sind, gibt es nun eine weitere Datenquelle, die für Unternehmen interessant sein dürfte: Big Interaction Data. Es handelt sich dabei um einen neuen Typ von Daten, die sowohl Interaktionen in sozialen Medien (vom Menschen generierte Interaktionen) als auch Interaktionen zwischen Maschinen (von Geräten generierte Interaktionen) umfassen. In beiden Fällen sind die Daten äußerst groß, wachsen kontinuierlich und sind sowohl innerhalb als auch außerhalb der Firewall vorhanden. Die Herausforderung für Unternehmen besteht darin, nützliche Erkenntnisse aus diesen komplexen, unstrukturierten Datenquellen zu ziehen.

Soziale Medien als Chance

Soziale Medien haben die Aufgabe der Unternehmens-EDV von der einfachen Automatisierung von Transaktionen zur Ermöglichung von Interaktionen verändert. Soziale Medien im Internet wie Facebook, Twitter und LinkedIn, Foursquare und Google+ durchdringen inzwischen unser Leben, und die Akzeptanz bei den Benutzern nimmt schnell zu. Soziale Medien erzeugen eine Flut von Daten, die für Unternehmen eine enorme Verheißung darstellen, sowohl hinsichtlich des Markenmanagements als auch hinsichtlich neuer Vertriebskanäle für die Vermarktung. Irgendwo in den Milliarden von Nachrichten äußern sich auch Ihre Kunden. Sie lassen Sie wissen, wer sie sind, was ihnen gefällt und was nicht. Der unablässige Strom von Daten aus sozialen Medien bietet Unternehmen noch nicht dagewesene Quellen für Feedback und eine einmalige Chance, auf die Stimme der Kunden zu hören, neue Erkenntnisse zu gewinnen, mit den Kunden in Dialog zu treten und so einen erheblichen Wettbewerbsvorteil und neue Geschäftschancen zu erzielen.

Datenintegrationstechnologien bieten eine einheitliche und leistungsstarke Methode, die riesigen Datenmengen aus sozialen Medien nutzbar zu machen und in einen Vorteil im Wettbewerb umzuwandeln. Durch Erfassung dieser Interaktionsdaten und die Kombination mit Daten aus herkömmlichen Quellen, die sich am Standort oder in der Cloud befinden, können Unternehmen jeder Branche Erkenntnisse über das Kundenverhalten gewinnen. Dieses Wissen kann sowohl für den direkten Kontakt mit einzelnen Kunden hilfreich sein als auch allgemeine Tendenzen aufzeigen. Daten aus sozialen Medien lassen sich parsen, zusammenführen und in beliebigen Formaten standardisieren und so für die Untersuchung des Kundenverhaltens aufbereiten. Derartige Untersuchungen können neue Erkenntnisse hervorbringen, mit denen das Customer Relationship Management (CRM) sowie herkömmlichere Marketinginitiativen stark verbessert werden können. Mit der Stammdatenverwaltung wird es möglich, einheitliche und zuverlässige Kundenprofile zu gewinnen und diese mit Daten aus sozialen Medien anzureichern, um so neue Erkenntnisse über das Käuferverhalten zu gewinnen. Herkömmliche Transaktionsdaten bieten eher eine „Rückspiegel-Ansicht“ dessen, was mit Ihrem Kunden los war. Interaktionsdaten ermöglichen hingegen einen Blick in die Zukunft mit wertvolleren Erkenntnissen. Für die Nutzung dieses Potenzial ist die Datenintegration die richtige Technologie.

Datenwachstum durch Daten von Geräten

Ein großer Teil des explosionsartigen Wachstums von Daten hat seine Ursache in Daten, die von Geräten generiert werden. Diese Daten werden, so wird behauptet, so schnell anwachsen, wie es das Moore'sche Gesetz erlaubt. Beispiele sind Daten von mobilen Geräten, aus Computerprotokollen, Netzwerkprotokollen, Sensordaten, GPS-Daten, geografische Standort- und Kartendaten, Bilddaten, Webtextdaten, Clickstreamdaten, wissenschaftliche Daten und medizinische Daten. Diese Daten werden sehr wahrscheinlich den Großteil des Datenwachstums in der Zukunft ausmachen. Mit der Verbreitung des Smartphones erreichen diese Daten die kritische Masse. Laut einer Prognose von Cisco wird im Jahr 2015 allein der mobile Datenverkehr den Wert von 6,3 Exabyte monatlich erreichen.

Viele Unternehmen nehmen zwar inzwischen den Reichtum an Daten von diesen Geräten zur Kenntnis, die meisten sind jedoch nicht gut genug ausgestattet, um diese Daten zu verarbeiten. Weil sie sich auf die Verarbeitung von Transaktionsdaten fokussiert haben, verfügen sie nicht über die Technologie zur Erfassung, Zusammenführung und Verarbeitung der großen Mengen unstrukturierter und halbstrukturierter Daten aus diesen externen Quellen. Mit Datenintegration können Unternehmen den Vorteil der Daten von Geräten für sich nutzen. Datenintegration ermöglicht das Verbinden, Erfassen/Zusammenführen, Zuordnen, Normieren und Umwandeln der Daten, um diese anschließend in ein System zu integrieren, das die Daten verarbeiten oder analysieren kann. Das kann bedeuten, Identitätsdaten oder Standortdaten über die Stammdatenverwaltung zu bestimmen. Es kann bedeuten, Ereignismuster wie Systemausfälle zu untersuchen und mithilfe von komplexer Ereignisverarbeitung Maßnahmen zu ergreifen. Oder es kann bedeuten, die Daten in ein Analysesystem einzubinden, um Trends zu untersuchen oder Berichte zu erstellen.

Big Data steht für enorme Möglichkeiten

Sowohl Daten aus sozialen Medien als auch Daten von Geräten stellen neue und tiefgreifende Datenquellen dar, mit denen Unternehmen neue geschäftliche Erkenntnisse gewinnen können. Die Informatica Plattform stellt die Technologie zur Datenintegration bereit, die Ihr Unternehmen zur Nutzung dieses Geschenks an Informationen benötigt. Durch Kombination herkömmlicher Transaktionsdaten mit neuen Interaktionsdaten ist Ihr Unternehmen gut vorbereitet, die großen Chancen von Big Data zu realisieren.