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Master Data Management:
Was es ist und warum es so wichtig ist

Was ist Master Data Management (MDM)?

Master Data Management (MDM) beinhaltet die Erstellung eines Masterdatensatzes für jede Person, jeden Ort oder jede Sache in einem Unternehmen – über interne und externe Datenquellen und -anwendungen hinweg. Dieser Masterdatensatz wird dedupliziert, zusammengeführt und angereichert, um als konsistente, zuverlässige Quelle zu dienen. Nach der Erstellung dienen diese Masterdaten als zuverlässige Ansicht geschäftskritischer Daten, die im gesamten Unternehmen verwaltet und genutzt werden können, um die präzise Berichterstattung zu ermöglichen, Datenfehler zu reduzieren, doppelte Datensätze zu beseitigen, konsistente Masterdaten sicherzustellen und Mitarbeitern zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen.

Was ist der Unterschied zwischen MDM-Technologie und MDM als eigenständige Disziplin?

Als Disziplin basiert MDM stark auf den Grundsätzen von Data Governance. Das Ziel besteht darin, eine zuverlässige und aussagekräftige Ansicht mit Unternehmensdaten zu erstellen. Data Governance und MDM sind für erfolgreiche Geschäftspraktiken unerlässlich, da datengestützte Entscheidungen bei globalen Geschäften immer wichtiger werden. Zudem steuern immer mehr Systeme digitale Datensätze zu Menschen, Orten und Dingen bei, die für Unternehmen am wichtigsten sind.

Als Technologie automatisieren MDM-Lösungen Governance, Verwaltung und gemeinsame Nutzung von geschäftskritischen Daten durch Anwendungen über verschiedene Geschäftsbereiche, Marken, Abteilungen und Organisationen hinweg. MDM nutzt Datenintegration, Abstimmung und Anreicherung von Daten, Datenqualität und Governance, um Masterdatensätze zu erstellen. Mithilfe von Automatisierung und künstlicher Intelligenz werden Daten über die Systeme hinweg, in denen sie sich befinden, identifiziert, abgeglichen und zusammengeführt. Danach werden die bereinigten Daten an die Anwendungen, Systeme und Analytics weitergegeben, die sie benötigen. Durch die Zusammenführung von Datensätzen kann MDM auch inkonsistente Datensätze korrigieren und erfassen, woher die Daten stammen und einen Audit Trail der Änderungen erstellen. Dank der Transparenz in einem zuverlässigen Framework können Nutzer sehen, wie jeder Masterdatensatz erstellt oder geändert wurde. Ein robustes Programm für das Master Data Management beinhaltet einen strategischen Ansatz, der integriert werden muss, um die Effizienz des Datenmanagements zu erhöhen.

So funktioniert Master Data Management

Was ist ein Masterdatensatz?

Durch das Master Data Management wird ein Masterdatensatz (auch als „Golden Record“ oder „beste Version der Wahrheit“ bekannt) erstellt, der die wesentlichen Informationen beinhaltet, auf das sich ein Unternehmen verlässt. Der Masterdatensatz beinhaltet das, was ein Unternehmen über wichtige „Dinge“ (Kunde, Standort, Produkt, Lieferant usw.) wissen muss, um eine Aufgabe oder Maßnahme zu vereinfachen, wie eine Marketingkampagne, einen Serviceanruf oder ein Verkaufsgespräch.

So zählen beispielsweise auch Referenzdaten zu den Masterdaten. Referenzdaten sind eine Untergruppe der Masterdaten. Im Folgenden finden Sie Beispiele für Referenzdaten:

  • Breiten- und Längengrad
  • Postleitzahl und Vorwahl
  • Dreistelliger Flughafenkürzel, der von Fluggesellschaften verwendet wird
  • Codes im Gesundheitswesen (zum Beispiel: ICD-10), die Gesundheitsdienstleister verwenden, um zu verstehen, welche Art der Behandlung durchgeführt wird

Was muss ich über das Master Data Management (MDM) wissen?

MDM-Lösungen umfassen eine Bandbreite an Praktiken für die Bereinigung, Umwandlung und Integration von Daten. Die Pflege von Masterdaten ist wichtig, da sie die kontinuierliche Bereinigung, Umwandlung und Integration neuer Daten beinhaltet, um sicherzustellen, dass Datensätze konsistent und hochwertig sind. Während Datenquellen zum System hinzugefügt werden, löst MDM Prozesse zum Erkennen, Erfassen, Umwandeln und Reparieren von Daten aus. Sobald die Daten die Qualitätsschwellenwerte erfüllen, werden Schemata und Taxonomien erstellt, damit der Referenz-Masterdatensatz stets hochwertig ist. Unternehmen, die MDM nutzen, können sich darauf verlassen, dass Daten im gesamten Unternehmen präzise, aktuell und konsistent sind.

Die Kategorien, in die Masterdaten eingeordnet werden, werden Domänen genannt. Zu den gängigen MDM-Domänen zählen:

  • Management von Kunden-Masterdaten – sowohl Business-to-Business (B2B) als auch Business-to-Consumer (B2C)
  • Management von Produkt-Masterdaten
  • Management von Lieferanten-Masterdaten
  • Management von Referenz-Masterdaten
  • Management von Standort-Masterdaten
  • Management von Asset-Masterdaten
  • Management von Mitarbeiter-Masterdaten

Sie können auch spezifischere Elemente verwalten, wie Konto, Patient, Anbieter, Begünstigter, Vertrag, Anspruch, Projekt, Film, Darsteller, Flughafen, Flugzeug, Fahrzeug, Standort und mehr. Ausschlaggebend hierbei sind die Herausforderungen, die Sie mithilfe der Daten lösen möchten.Beispielsweise müssen Organisationen im Gesundheitswesen Patienten-, Anbieter- und Standortdaten beherrschen, was aufgrund des Bedarfs an klinischer Genauigkeit und der HIPAA-Konformitätsvorgaben spezielle Implementierungsansätze erfordert.

Warum ist das Master Data Management (MDM) erforderlich?

Das Problem, zahlreiche Informationsquellen zu haben, ist weit verbreitet, insbesondere in großen Unternehmen. Und die damit einhergehenden Kosten können sehr hoch sein. Da sich Daten im Laufe der Zeit verändern, passiert es leicht, dass sie nicht immer synchronisiert sind und fragmentiert, unvollständig, ungenau und inkonsistent werden. Wenn die Datenqualität sinkt, sinkt auch das Vertrauen der Nutzer in diese Daten. Dies lässt sich gut anhand eines Verkaufsgesprächs verdeutlichen, bei dem der Kontomanager auf Kundeninformationen zugreift, die unvollständig oder ungenau sind:

  • Stimmt die Adressangabe noch oder ist der Kunde umgezogen?
  • Wie sehr kann sich der Kontomanager darauf verlassen, wirklich zu wissen, welche Produkte der Kunde besitzt und verwendet?
  • Gibt es offene Serviceposten?

Werden diese Antworten falsch beantwortet, kann ein neuer Verkauf oder eine bestehende Geschäftsbeziehung gefährdet werden. In diesem Beispiel würde MDM dafür sorgen, dass ein zuverlässiges Kundenprofil erstellt wird, um solche Probleme mit den Daten des Unternehmens zu beseitigen.

Mithilfe von MDM lassen sich die Herausforderungen mit verteilten Anwendungen, die Daten über verschiedene Systeme, Anwendungen und Kanäle hinweg erstellen, erfassen und abrufen, lösen. Dazu zählen SAP, Marketo, Salesforce, DemandBase, Webportale, Liefersysteme, Rechnungssysteme, Vertragssysteme und mehr. Mit einer zuverlässigen Quelle vertrauenswürdiger, aktueller Daten haben Unternehmen einen besseren Überblick über ihre Produkte und Lieferanten, können die Interaktion mit Kunden verbessern und sowohl Kunden als auch Mitarbeitern konsistente Erlebnisse bieten.„Für Hersteller wird diese ganzheitliche Sicht immer wichtiger, um die Vorgaben für den digitalen Produktpass einzuhalten. Dafür müssen Produkt- und Lieferantendaten aus der gesamten Lieferkette zusammengeführt werden, um die Transparenz über den gesamten Lebenszyklus nachzuweisen. Unternehmen nutzen diese einheitliche Datenbasis außerdem für digitale Zwillinge und andere fortschrittliche Analysen, die auf umfassende Anlagen- und Betriebsdaten angewiesen sind.“

Darüber hinaus lassen sich mithilfe von MDM noch weitere Probleme lösen:

  • Manuelle Dateneingabe und Fehler, wie das Vertauschen von Zeichen, falsche Eingaben und unvollständige Datenfelder
  • Nutzung unterschiedlicher Namen ((Jim und James; GE oder General Electric)
  • Doppelte Dateneinträge und Replikation von Daten
  • Daten, die in einem System aktualisiert wurden, in anderen Systemen jedoch nicht

MDM ist insbesondere für große, globale Unternehmen, Unternehmen, bei denn Daten über mehrere Systeme verteilt sind, und Unternehmen, die häufig große Übernahmen und Fusionen durchführen, sehr interessant. Durch die Übernahme eines anderen Unternehmens entstehen große Herausforderungen bei der Datenintegration, die MDM verringern kann. Daher lässt sich die Amortisierungszeit einer Fusion mithilfe von MDM verkürzen.

MDM hilft auch dabei, fragmentierte Customer Experiences bei Kunden zu verhindern, die segmentierte Produktlinien, verschiedene Punkte und Kanäle für die Interaktion und weit verteilte Standorte haben. Durch MDM gewinnen Unternehmen die Gewissheit, dass die Daten, auf die sie sich verlassen, stets zuverlässig und aussagekräftig sind.

Welche Vorteile bietet das Master Data Management (MDM)?

Da MDM eine zentrale Referenzstelle für wichtige Geschäftsdaten bereitstellt, werden kostspielige Redundanzen vermieden, die auftreten, wenn Unternehmen sich auf viele verschiedene, widersprüchliche Informationsquellen verlassen. So kann das MDM beispielsweise sicherstellen, dass das Unternehmen in dem Fall, dass sich die Kontaktangaben von Kunden ändern, nicht Verkaufsgespräche führt bzw. Marketingkampagnen durchführt, bei denen sowohl die alten als auch die neuen Angaben genutzt werden.

MDM unterstützt die folgenden, gängigen Geschäftsinitiativen:

Weitere Informationsquellen für das Master Data Management (MDM)

Webinar-Serie zum Master Data Management (MDM):

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Gartner® Magic Quadrant™ Dezember 2021 für Master Data Management Solutions: Das 6. Mal in Folge wurde Informatica im Gartner® Magic Quadrant™ Dezember 2021 für Master Data Management Solutions als „Leader“ ausgezeichnet.

Intelligent Master Data Management for Dummies: Erfahren Sie, wie intelligentes MDM funktioniert, und ergreifen Sie erste Schritte, um das volle Potenzial Ihrer Daten auszuschöpfen.

Drei Wege, wie die Informatica Intelligent Data Management Cloud das Master Data Management verbessert

Produkte für das Master Data Management (MDM)

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